SBM2008

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Der Standard der baubiologischen Messtechnik (SBM2008)

 

Grundlage der Bewertung baubiologischer Untersuchungsergebnisse ist der Standard der baubiologischen Messtechnik SBM 2008. Dieser enthält eine Übersicht an Risikofaktoren, die in Schlaf- und Wohnräumen, an Arbeitsplätzen oder auf Grundstücken sachverständig gemessen werden können. Als Ergänzung zum Standard werden als Bewertungsmaßstab die Baubiologischen Richtwerte herangezogen. Diese Richtwerte sind als Vorsorgewerte zu verstehen . Sie beziehen sich auf biologisch sensible Aufenthaltsplätze, insbesondere Schlafbereiche und Regenerationsräume, das damit verbundene Langzeitrisiko und die empfindliche Regenerationszeit des Menschen. Nach diesem Maßstab sollten ebenfalls auch Daueraufenthaltsplätze, wie z.B. Arbeitsplätze, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und deren Umgebung beurteilt werden. Die Richtwerte sind das Ergebnis tausendfacher, jahrelanger Erfahrung der Baubiologie, Umweltmedizin und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und orientieren sich am Erreichbaren!

Lassen Sie sich deshalb noch heute beraten!

Der Standard unterteilt sich in die Punkte A, B und C. Diese sind wiederum in einzelne Unterpunkte aufgeschlüsselt.

A  Felder, Wellen, Strahlung

1 Elektrische Wechselfelder (Niederfrequenz) entstehen in Leitungen und Elektrogeräten, die unter Wechselspannung stehen. Gemessen werden die niederfrequente elektrische Feldstärke (V/m), die Körperspannung des Menschen im elektrischen Feld (mV) und die dominierende Frequenz (Hz).

2 Magnetische Wechselfelder (Niederfrequenz) treten immer dann auf, wenn durch elektrische Leiter und Geräte Strom fließt. Ermittelt wird hier in Kurz- und Langzeitaufzeichnungen die magnetische Flussdichte (nT), die dominierende Frequenz (Hz) und der Feldlinienverlauf.

3 Elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz) entstehen durch Sendestationen, Mobilfunk, Schnurlostelefone, Datenfunk usw. Hier wird die elektromagnetische Strahlungsdichte (µW/m2) der hochfrequenten Wellen der dominierenden Funkdienste bestimmt.

4 Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik) treten bei statischer Aufladung von Kunststoffoberflächen, Teppichen, Gardinen, Möbeln, Stofftieren usw. auf. Gemessen wird hier die Oberflächenspannung (V) und die Entladezeit (s).

5 Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik) kommen an Stahlteilen, Matratzen, Geräten usw vor. Abweichungen vom natürlichen Erdmagnetfeld sollten vermieden werden. Ermittelt wird hier die statische magnetische Flussdichte (µT) und die Kompassabweichung (°).

6 Radioaktivität (Gammastrahlung, Radon) gelangt über Baustoffe, wie z.B. Granit, Bimsstein, Schlacken, Fliesen, Industriegips usw. oder über das im Erdboden natürlich vorkommende Gas Radon in unsere Häuser oder Wohnungen. Gemessen wird hier die Äquivalentdosisleistung (nSv/h, %) und die Radongaskonzentration (Bq/m3).

7 Geologische Störungen (Erdmagnetfeld, Erdstrahlung) entstehen durch Erdverwerfungen, Spalten und Wasser. Die natürliche radioaktive Erdstrahlung kann für mache Häuser problematisch sein. Ermittelt wird das Magnetfeld (nT), die Strahlung (ips) und deren Abweichungen (%) mit Hilfe von Messgeräten, die physikalische Daten liefern.

8 Schallwellen stören uns in Form von Straßen-, Bahn- oder Fluglärm. Geräte und Maschinen sind weitere Quellen. Messungen von Lärm (dB) erfolgen meist über Langzeitmessungen.

B  Wohngifte, Schadstoffe, Raumklima

Luftschadstoffe aus Lacken, Klebern, Spanplatten, Möbeln, Heizungen, Geräten, Teppichen oder Sprays werden entweder direkt gemessen oder über eine Laboranalyse von Luftsammelröhrchen bestimmt. Die Quelle der Schadstoffe kann über Staub- und Materialproben ermittelt werden, die ebenfalls in Laboren analysiert werden. Zu den Luftschadstoffen gehören auch Partikel und Fasern (Staub, Asbest und andere Mineralfasern). Sie werden über Luftprobenpumpen gesammelt und mikroskopisch ausgewertet.

Das Raumklima (Temperatur, Luftdruck, Luftbewegung, Feuchte, Kohlendioxid, Luftionen) hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Es wird vor allem beeinflusst von der Lüftung, Heizung, Baufeuchte, der Atmung, Einrichtung, Staub und der Elektrostatik.

C  Pilze, Bakterien, Allergene

Mit Mikrobiologischen Untersuchungen lassen sich die Art und Anzahl von Schimmelpilzen und deren Sporen, sowie Hefen, Bakterien und Stoffwechselprodukte (MVOV, Toxine) bestimmen. Die Ursachen für Probleme mit diesen Organismen sind Feuchtigkeit, Hygiene, Lebensmittelvorräte, Abfälle usw.

            

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